Konzept Umgang mit verschmutzten Tieren

Schlachttiere bei der Anlieferung einstufen.

           Bewertung der Sauberkeitsklasse der angelieferten Rinder anhand einer objektiv anwendbaren Systematik Rückmeldung von Abweichungen an den Landwirtschaftlichen Betrieb

           Ableitung von Maßnahmen anhand der zurückgemeldeten Daten, damit Rinder möglichst sauber zur Schlachtung gebracht werden.

Einstufungen

Stufe 1 - sauber (BEA Code G33)

Wenn das Fell der geprüften Tiere trocken ist und sich am Fell eine bis wenige Verschmutzungen befinden. Das Fell der Tiere kann vereinzelte, locker anhängende Stroh- und Einstreureste an den Gliedmaßen und im Bauchbereich aufweisen.

Stufe 2 - noch ausreichend sauber (BEA Code G34)

Das Tier weist maximal 50 % der Gesamtfläche trockene und evtl. locker anhängende Stroh- und Einstreureste und weniger als 50 % des Fellbereichs um die Bauchöffnungsmittelschnittlinie auf

Stufe 3 - stark verschmutzt (BEA Code G35)

Das Tier weist weit über 50 % der Gesamtfläche dicke trockene/oder nasse fest anhaftende Stroh- und Einstreureste auf. Mehr als 50 % des Fellbereichs um die Bauchöffnungsmittelschnittlinie, dicke panzerartige, verklebte Schmutz-, Kot- und Einstreureste auf.

Sensibilisierung des Personals, durch Schulungen im Bereich des Enthäutens bei mittel und stark verschmutzten Tieren. Sie werden besonders darauf hingewiesen, auf eine hygienische Arbeitsweise und ordnungsgemäße Zwischenreinigung zu achten.

Reduzierte Bandgeschwindigkeit und leere Bandplätze vor und nach einem stark verschmutzten Tier verringert eine Kontamination zwischen den Schlachttierkörpern und gibt mehr Zeit zur Enthäutung und zur Reinigung.

Es gilt immer, zur Vorbeugung und Beherrschung des Kontaminationsrisikos während der Schlachtung ist ein einheitliches Hygieneverfahren, Mikrobiologische Untersuchungen und Personal Schulungen unerlässlich.

Beispiele mit Bilder können Sie in der PDF-Datei HIER einsehen.